Quelle: K. Brand
goldgas Talent Ben Krome
Das Sommer-Meeting der LG Lippe-Süd findet alljährlich nach den Sommerferien „zur Vorbereitung auf den Rest der Saison“ statt und erfreut sich deshalb schon seit Jahren großer Beliebtheit. In diesem Jahr passte sogar alles zusammen: Herrliches Wetter bei Windstille, engagierte Kampfrichter sorgten für einen stimmigen Zeitplan, 198 Teilnehmer kamen aus 33 Vereinen, und der Zuspruch kam nicht nur von allen ostwestfälischen Vereinen, sondern von TSV Hessen-Frankenberg bis TV Jahn Rheine, von TuSem Essen bis zur LG Menden oder TV Unna.
Als „Sahnehäuptchen“ gab es sogar etwas ganz Besonderes: Ben Krome von der gastgebenden LG Lippe-Süd stieß die 4kg-Kugel in M15 auf herausragende 17,06m. Damit setzt er sich an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste - kein Junge hat in Deutschland in diesem Jahr weiter gestoßen! Außerdem schleuderte er den Diskus noch auf 46,96m und lief mit Jakob Schlieker, Wolf Kröger und Paul Striewe mit der 4x100m-Staffel 49,60s!
Die überaus guten Rahmenbedingungen wurden immer wieder gern angenommen: Mit 10,92s lief Pierre Bilo vom LC Paderborn eine Zehnerzeit über 100m der Männer oder Marie Proksch (LG Lemgo) 44,54s über 300m W15. Julia Richter (LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen) warf den Speer in W15 auf 31,26m. Die LG Lippe-Süd nutzte natürlich den Heimvorteil: Hannah Mellies gewann in W13 nicht nur den 75m-Sprint in 10,04s, sondern auch den Hochsprung mit 1,40m und den Weitsprung mit 4,49m. Auch Ida Fiebig gewann in W12 gleich dreifach: 75m in 10,75s, Kugelstoß mit 7,96m und den Diskuswurf. Julian Krüger lief 11,99s über 100m U18, Karolina Essing stieß die Kugel in U18 10,55m weit, Jakob Schlieker und Johann Viehrig sprangen 1,56m und 1,41m in M14 und M13 hoch, Jonas Wolf warf den Speer 28,55m in M12 und stieß die Kugel 6,95m weit, Ben Voth lief in M13 über 800m 2:34,25min.
Die jüngeren Jahrgänge waren zahlreich und mit großem Eifer am Start - der 800m-Lauf W10/11 wurde sogar von 18 Läuferinnen bestritten. Klaus Brand sieht jedoch die aktuelle Darstellung der Ergebnisse kritisch: „Die zahlreichen Leistungen sind kaum bewertbar, weil der Deutsche Leichtathletik-Verband beschlossen hat, die Namen der Kinder in den Ergebnislisten nicht mehr vollständig zu nennen, sondern beispielsweise nur noch Luis P. oder Rosi M. Damit kann niemand etwas anfangen.“ Als Begründung werde der Datenschutz angeführt. Diese Regelung sei auch in Blomberg auf großes Unverständnis gestoßen, so Klaus Brand.